Parodontitis-Behandlung – kompromisslos gegen Keime

Das Ziel der Zahnarztpraxis Youssef & Kollegen ist, für den Erhalt der natürlichen Zähne zu sorgen. Damit Zähne ihre Funktion verlässlich und dauerhaft erfüllen können, brauchen Sie ein gesundes Umfeld, sprich: Parodontium. Doch mehr als jeder zweite Erwachsene über 35 Jahren leidet unter einer mehr oder weniger starken Parodontitis, bei den älteren sogar bis zu 90%. Die Statistik zeigt außerdem: Eine fortschreitende Zahnbettentzündung ist der häufigste Grund für Zahnverlust.

Wird eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) nicht rechtzeitig behandelt, entwickelt sie sich zu einer Parodontitis. Infolge der Entzündung geht das Zahnfleisch zurück und der Kieferknochen wird angegriffen. Umgangssprachlich kennt man dieses Krankheitsbild auch als Parodontose, aber richtiger ist: Parodontitis. Denn die Endung -itis weist auf eine Entzündung hin.

Schnelle Parodontitis-Behandlung

Sobald eine Parodontitis erkannt ist, heißt es, so schnell wie möglich den Entzündungsprozess zu stoppen. Bevor der Kieferknochen geschädigt wird und er seine Aufgabe nicht mehr erfüllen kann, den Zähnen festen Halt zu geben. Schreitet die Parodontitis weiter voran, können sich Zähne lockern. Verliert jemand mit über 40 einen Zahn, geht das meist aufs Konto einer Parodontitis.

Anzeichen für eine Parodontitis

Empfindliches, gerötetes oder blutendes Zahnfleisch und Mundgeruch sind Warnzeichen für eine Erkrankung des Zahnbetts, manchmal verändert sich auch der Geschmack. Um eine Parodontitis früh zu erkennen, setzen wir zur Diagnostik den LCL-Parodontitis-Test ein. Auch überprüfen wir bei der Routinekontrolle immer die Tiefe der Zahnfleischtaschen. Messen sie mehr als 3 mm ist das ein akutes Warnzeichen und ein Anlass, aktiv zu werden.

Bakterienablagerungen in den Taschen zwischen Zahnfleisch und Zahnwurzel sind das Hauptproblem. Unerreichbar für die Zahnbürste „nisten“ sich sich dort ein und dringen von dort aus weiter am Zahnhals entlang vor. Wird die Entzündung zum chronischen Problem, übersteuert das Immunsystem und fängt selbst an, das kranke Gewebe zu zerstören. Das Zahnfleisch schwindet immer weiter und schließlich geht sogar der Knochen zurück. Der Zahn ist in Gefahr! Doch vorher schreiten wir ein: mit einer konsequenten Parodontal-Behandlung.

„Geschlossene“ Parodontitis-Therapie

Der erste Schritt einer Parodontitis-Behandlung ist das Reinigen der Zahnoberflächen, der Zahnzwischenräume sowie der Zahnfleischtaschen.

Nach dieser Vorbehandlung folgt der nächste Behandlungsschritt: Nach einer oberflächlichen Betäubung merken Sie gar nicht, wie wir mit einem hochmodernen Ultraschall-Gerät sanft alle harten und weichen Beläge von den erreichbaren Oberflächen der Zahnwurzeln entfernen. Anschließend glätten wir die empfindlichen Wurzeloberflächen, damit neue Beläge nicht mehr so leicht anhaften können.

Weitere Prophylaxebehandlungen in den folgenden Wochen unterstützen den Heilungsprozess.

„Offene“ Parodontitis-Therapie

Gegen eine hartnäckige oder weit fortgeschrittene Parodontal-Erkrankung gehen wir chirurgisch vor. Dank örtlicher Betäubung bekommen Sie von diesem kleinen Eingriff so gut wie nichts mit. Um die tief liegenden Beläge und Unebenheiten auf den Zahnwurzeln zu erreichen, öffnen wir die Zahnfleischtaschen mit einem vorsichtigen, gewebeschonenden Schnitt. Nachdem wir die Bakterienablagerungen beseitigt und die Wurzeloberfläche geglättet haben, schmiegt sich das Zahnfleisch wieder fest an die Zahnwurzeln und kann heilen.

Die schnelle Heilung unterstützen wir mit Wachstumsfaktoren, die wir aus Ihrem Blut gewinnen, und Sie mit exzellenter Mundhygiene zu Hause.  und der Teilnahme an unserem Prophylaxe-Programm. Gemeinsam bekommen wir so die Parodontitis in den Griff und bewahren Ihren festen Biss.

Parodontitis ist eine Volkskrankheit

Laut der 5. Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) der Bundeszahnärztekammer ist in Deutschland rund die Hälfte der jüngeren Erwachsenen (52% der 35- bis 44-Jährigen) betroffen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Häufigkeit zu: Bei jüngeren Senioren zwischen 65 und 75 sind 65 %, bei den 75- bis 100-jährigen sogar 90% an einer Parodontitis erkrankt.